01–03/10/2011: Laboe – Eckernförde – Kappeln – Laboe

3. Oktober 2011

Crew: Nicole, Michael, Frank
Skipper: Knut

Entspannung – Eckernförde 01.10.2011 [Etmal 20 sm]
Bei wenig Wind und mittlerer Müdigkeit aus Süd sind wir wie geplant Mittags an der Novomind angekommen. Es ging nach einem kurzen Einchecken sofort los Richtung Schlei. Kaffeesegeln war angesagt mit Westwind, 1-2 Beaufort. Also Segel hoch, Kaffee aufgesetzt und 2 Stunden „weich“ vorm Wind gekreuzt. Als wir LT Kiel querab hatten, haben wir den Jockel angemacht und sind unter Motor gefahren. Das Ziel Schlei haben wir ersetzt durch das Ziel Eckernförde. Gegen die Sonne sind wir die Eckernförder Bucht runtergefahren, der Abendnebel legte sich langsam auf das Wasser, kurz vor Sonnenuntergang haben wir festgemacht und weiter tiefenentspannt.

Spass – Eckernförde – Kappeln 02.10.2011 [Etmal 25 sm]
Aufstehen um 9:00 Uhr. Michaels locker und fluffiges „Rührei mit Mineralwasser“ war ausgezeichnet. Wir hatten keine Eile. Ganz im Gegenteil, die Crew musste Wind suchen. In jeder Ecke des Hafens war ein bisschen, aber noch nicht genug zum Segeln. Mittags ging es dann los. Mit Westwind 1-2 ging es weiter Richtung Kappeln in der Schlei. Aus Tiefenentspannung haben wir einen Spaßtag gemacht und nutzten den Wind für Nomi, unserem Genacker: Umlenkrollen achtern anbringen, Mittelschot und Steuerbordschot legen, Bugspriet setzen, Genackerfall dichtholen und dann Segel setzen. Nicht nur die Männer fanden Nomi toll, sogar die Frauen an Bord. Das war pures Kino auch für die anderen: Nach setzen des Segels kam ein Katamaran auf Kollisionskurs, schaute sich Nomi intensiv an und drehte kurz vorher wieder ab mit „Daumen nach oben“.

Das Forschungsschiff MS Alkor lag in der Bucht. Es schien keine Fahrt durchs Wasser zu machen, wir waren jedoch auf Kollisionskurs und mussten dem Schiff Wegerecht gewähren, da Tagsignal Rombus-Ball-Rombus gesetzt und MS Alkor damit als manövrierbehindert deklariert war. Die Nachfrage per Funk ergab, dass sie in kürze Fahrt aufnehmen, so mussten wir also aus dem Weg. Auch MS Alkor bestätigte uns: „Nomi ist super!“. Also Bergeschlauch von Nomi runterziehen, Raum gewinnen, MS Alkor passieren lassen und Nomi wieder aktivieren.

Mit Nomi auf der Kreuz und gesetztem Groß sind wir die gesamte Bucht rausgesegelt. Statt schlappe 1,5 kn ohne Nomi segelten wir jetzt 4 kn vorm Wind. 15 Uhr haben wir dann Nomi eingepackt, Segel gesetzt und haben Kurs Schleimünde gesetzt. Dort angekommen warteten schon 60 andere Segler, die alle in die Schlei einfahren und ihre Schiffe übernachten lassen wollten. Es ging im Gänsemarsch die Schlei rauf bis an die Gastanlieger der Werft Steckmest.

Sport – Kappeln – Laboe 03.10.2011 [Etmal 29 sm]
Die Wettervorhersage gab SW 4-5 Bft und ab Mittags in Böen bis 7 Bft an. Das Barometer ist um 5 Einheiten gegenüber dem Abend vorher gefallen. Da die Fronten manchmal schneller kommen als vorhergesagt, sind wir heute früh raus. 7:00 Uhr aufstehen mit Frühstück auf dem Weg die Schlei runter. Es waren muntere 4-5 Bft. am Morgen und draußen auf der Ostsee lockere 5 Bft. Im 2. Reff sind wir dann mit über 7 Knoten gen Laboe geflogen. Es waren mehrere Schiffe zu der Zeit schon unterwegs. Wir haben bis auf einen alle hinter uns gelassen, aber die sind auch unter Vollzeug gefahren. Das Sperrgebiet Backbord liegen gelassen, haben wir Kleverberg-Ost um kurz vor 12:00 Uhr passiert. Nach einer Kreuz im Fahrwasser haben wir dann die Novomind eine Stunde in Laboe wieder verlassen.

19-21/08/2011: Warnemünde – Kühlungsborn – Warnemünde

22. September 2011

Crew: Nicole, Christiane, Christoph, Ernst-Friedrich

Skipper: Knut

Anfahrt 19.08.2011

Es sollte ein schönes, perfektes Segelwochenende werden. Es sollte damit beginnen, dass wir pünktlich abfahren. Wir hatten Ernst zu vorherigen Törns noch nie pünktlich abgeholt. Diesmal sollte es anders sein. Wenigstens ein einziges Mal wollten wir Ernst pünktlich am vereinbarten Treffpunkt, Raststätte Hannover Garbsen, einsammeln.
Abfahrt 13:00 Uhr, direkt nach der Arbeit. Aber es kam, wie es kommen musste: Stau direkt 5 km vor der Raststätte Hannover Garbsen. Verspätung 30 Minuten. Ich ziehe offensichtlich die Staus an wie ein Magnet Eisenspäne anzieht. Weiter geht’s Richtung Rostock. Wir schauen uns während der Fahrt die Wolkentürme an. In Warnemünde pfeifen noch locker 7 Windstärken durch die Fallen der Yachten. Nach Verteilung der Kojen setzen wir zur Entspannung mit der Fähre über und gehen in der Altstadt Essen.

 

Warnemünde – Kühlungsborn 20.08.2011 [Etmal 25 sm]

Nachdem wir das Schiff überprüft, Sicherheitseinweisung gemacht und Wasser gebunkert haben, fahren wir los. Mit noch 1,5 m Seegang und frischen 4 Windstärken aus West fahren wir erst einmal entlang des Tonnenstrichts und gehen dann auf die Kreuz nach Kühlungsborn. Im 2. Reff wechseln wir am Ruder ab und stellen uns Wind und Welle. Zwei leicht angeschlagene Crewmitglieder kämpfen mit dem Magen. Einer meint noch einmal bestätigen zu müssen, dass es einen Grund hat, dass die Menschen den Landsäugetieren abstammen! Der Wind nimmt sukzessive ab von W 4 auf W 2, die See wird ruhiger und die Mägen beruhigen sich. So macht es allen auch wieder Spaß.Um 17:00 Uhr machen wir in Kühlungsborn fest. Die Strandparty  wurde vermutlich extra wegen uns organisiert. Das finde ich gut! Es ist Zeit genug zum gemeinsamen Kochen, skurile Schiffe schauen,  und am Strand einen leckeren Primitivo trinken.

 

Kühlungsborn – Warnemünde 21.08.2011 [Etmal 15 sm]

Der Wind war günstig. SSE zwischen 2 und 4 Bft. Das heißt direkte Wegstrecke unter Vollzeug. Wir hissen das Groß und lassen es im Heißvorgang direkt wieder fallen. Der Block des 2. Reffs hat sich verabschiedet und hat die Reffleine festgeklemmt. Der Lappen konnte nicht hochgezogen werden. Also Block tauschen und nach 45 Minuten wieder Segel gesetzt.
12:30 Uhr haben wir festgemacht. Die Sonne knallt und beim Schiff putzen und Kojen räumen durften wir dann noch einmal richtig ins Schwitzen kommen. Nachdem wir dann die Selbstwendefock gegen die Genau getauscht haben, ging es ab nach Hause. Natürlich durch diverse Staus, war ja klar.

Fazit, es war ein schönes, nahezu perfektes Wochenende zum Entspannen. Petrus hat es gut mit uns gemeint und die Sonne herausgeholt. Was wollen wir mehr, das ist ja diesen Sommer eher die Ausnahme gewesen.
Gütersloh, den 22.08.2011Knut Menzel



Sieg beim 12. Schwedenlauf

23. August 2011

Siegreich kehrte das Team Novomind aus Wismar zurück. Jedes Jahr findet hier das Schwedenfest statt. Beim Lauf über die 10 km waren mit neuem Teilnehmerrekord über 500 Läufer am Start. Von den teilnehmenden  Mannschaften erreichte das Team Novomind aus Elmshorn einen überraschenden 1. Platz. Ein Team musste mindestens 2 weibliche Läufer stellen.  Für die 10 km benötigte das Team Novomind 3 Stunden und 41 Minuten. Für das Team liefen u.a. Anna Elsaßer, Pascale Füglistaler, Jörg Katzke, Bernd Klawikowski und Ralf Elsaßer.

02-23/07/2011: Sommertörn Laboe-Stockholm-Nyköping

24. Juli 2011

Erstmals in der Vereinsgeschichte ist es gelungen, zwei Urlaubstörns im direkten Anschluss zu organisieren. So konnten die Törns endlich mal in ferne Lande führen: Schwedische Ostküste mit Stockholm als nördlichsten Punkt. Hier der Reisebericht von Heidi und Peter – dem ersten Törn:

Samstag 02.07.2011 Laboe Burgtiefe
Gegen 11:00 Uhr in Laboe eingetroffen. Sauwetter, NW6-7. Angesagt sind Sturmböen. Na ja, wird wohl nicht so schlimm…denkt man dann ja immer. Kam aber schlimmer. Kurz vor Fehmarn konnten wir mit den gerefften Groß nur noch Aufschießer fahren und das bei achterlicher See mit 2 Meter Welle. Dafür waren wir aber dann auch um 18:30 Uhr in Burgtiefe. Was für ein 40sm Ritt!

Sonntag 03.07.2011 Burgtiefe Gedser
Um 10:00 Uhr war die Sicht dann so, das man wieder von Sicht sprechen konnte. Wenigstens ein paar 100 Meter. Wir wollen die Hauptverkehrsrouten kreuzen…da bietet sich Sichtkontakt durchaus an. Die 31 Seemeilen sind aber deutlich geruhsamer als der Vortag. Über NW5 dann alles bis zum Abend NW3. Gedsder immer noch tot…

Montag 04.07.2011 Gedser Klintholm
Erst um 12:00 Uhr los – der Wind Anfangs noch NW5 aber sehr schlechte Sicht, über den Nachmittag verteilt dann NW2 bis gar nichts mehr. Also Motor für 2,5 Stunden.Treffen in Klintholm die Manschaft einer Niederländischen ATLANTIC Alu Yacht – die kennen wir schon aus Laboe. Netter Abend nach 37 Seemeilen!

Dienstag 05.07.2011 Klintholm Smygehamm
Kurz vor 10:00 Uhr Start zum Sprung nach Südschweden. Den Morgen erstmals leicht verschlafen. Smygehamm liegt etwas östlich von Trelleborg, 41 Seemeilen. Wind mittlerweile auf NE4, am Abend dann NE2. Zunächst unter der Ecke von Mön heraus kreuzen, dann gottlob direkter Kurs. Auf die großen Fähren passen wir gut auf und kommen erst im 18:30 Uhr an.Der Hafen ist echt schräg. Angeblich wurde der irgendwie in den Felsen gesprengt und das Seewasser erzeugt in Verbindung mit dem Gestein irgendwelche Gase…jedenfalls stinkt es etwas. Der Duschcontainter ist nicht der Auslöser!

Mittwoch 06.07.2011 Smygehamm Ystad
Los um 09:30 Uhr bei sehr, sehr wenig Wind…dann aber immer mehr auf SE5 und wir hängen hart am Wind mit Welle gegen an…also mal wieder reffen und die Küste bei ordentlich Welle aus der Nähe betrachten. In Ystad bunkern wir 29 Liter Diesel (=voll). Haben ja in Deutschland nicht getankt. Nur 18 Seemeilen heute, aber bei dem Wind und der Welle gegen an haben wir auch mal keine Lust mehr.

Donnerstag 07.07.2011 Ystad Skillinge
Wieder um 09:00 Uhr los, wettertechnisch gleiches Programm, diesmal aber eher Süd. Zunächst kaum Wind, dann S5. Skillinge gefällt uns ganz gut. Lag eigentlich gar nicht im Plan, aber ein Hafen weiter hätte uns für den Sprung über die Hanö-Bucht auch nichts gebracht. Also mit 23 Seemeilen wieder ein kurzer Tag.

Freitag 08.07.2011 Skillinge Utklippan
Für die knapp 60 Seemeilen stehen wir auch mal früh auf – um 08:00 Uhr geht es los. Mit E4-5 über den Tag verteilt können wir es fast gar nicht besser treffen. Laufen unter Vollzeug mit Groß und Genua gut am Wind, wenig Welle, aber eingeschränkte Sicht. Um 18:30 Uhr sind wir im 2er Päckchen fest. Utklippan ist ein echter Hammer! Ein extrem einsamer schwedischer Vorposten in der Ostsee. Mit kleinen Ruderbooten kann man vom Hafen zur Leuchtturm-Insel übersetzten und kaltes Bier und Eis erstehen. Durch die diesige Wetterlage haben wir sofort 1.000 Ideen für einen kleinen Utklippan-Thriller. Basis ist das Hostel und natürlich ein toter Tourist.

Samstag 09.07.2011 Utklippan Grönhögen
Obwohl wir kurz mit einem Hafentag geliebäugelt haben brechen wir um 08:30 Uhr richtung Öland auf. Aber eigentlich dumm, da kein Wind. Nach 2 Stunden Motor kommt NOMI Wind – und wir brausen mit 5 Knoten zur Südspitze von Öland. Im Hafen sind wir fast alleine, nur 3 weitere Boote – schon alleine desshalb empfehlenswert. Allerdings liegt man längsseits der Pier und kämpft mit eckligen Gummireifen und viel zu kleinen Fenderbrettern. Die 32 Seemeilen haben wir bis 17:00 Uhr abgesegelt.

Sonntag 10.07.2011 Grönhögen Borgholmen
Start wieder im 09:30 Uhr bei SW4, später SW5. Zunächst segeln wir wieder NOMI, packen sie dann aber wg. auffrischendem Wind sicherheitshalber wieder ein. Kurze Überlegung ob wir in Kalmar Station machen sollen, aber es läuft gut und das Ziel ist noch weit. Nach 42 Seemeilen sind wir um 19:00 Uhr an Heckbojen im Außenhafen fest.

Montag 11.07.2011 Borgholmen Kiddenholmen
Zunächst bestehen 50% der Manschaft auf einen halben Hafentag. Also erkunden wir Vormittags Borgholmen und die örtliche Einkaufsstrassse und brechen dann um 13:00 Uhr wieder auf. Zunächst bei regnerischem Wetter umlaufende Winde, später dann erstmal Windpause. Also viel motoren. Erst am Abend kommt wieder Wind. Und der spannende Moment des Einlaufens in eine kleine Ankerbucht nach 26 Seemeilen. Hochspannung pur und das Navigationsnotebook als Plotter auf den Knien…nur um ja nicht an die Unterwassefelsen zu geraten. Aber die Bucht lohnt solche Mühen. Der Anker hält sofort. Nur der Schwoikreis der HANSE macht stutzig. Wie ein Gummiball hin und her…ob das normal ist? Dennoch: Unglaublich schöner Platz!

Dienstag 12.07.2011 Kiddenholmen Västervik
Bei W4, später W5. Eigentlich haben wir die ganzen Tage schon gedacht: Wo wohl die ganzen Schweden sind? An diesem Tag haben wir sie gefunden! Auf dem Fairway durch die Schären – nicht auf hoher See, sondern durch die verschlungenen, aber sehr gut betonnten Pfade fahren die ganzen Schweden zur See! Wir laufen bei Kräkelsund in die Schären ein…und gehen durch nach Västervik. Die Navigation ist sicherlich anspruchsvoller als auf hoher See, aber es ist super reizvoll auf vielen wechselnden Kursen unter Segeln dem Fahrwasser zu folgen. Västervik macht beim Einlaufen den Eindruck einer dreckigen Industriestadt – der Eindruck ist aber völlig falsch. Schöne, sehr lebendige Stadt! Nach 39 aufregenden Seemeilen sind wir schon um 16:45 Uhr fest. Das Hafenhandbuch spricht von einem dreckigen Gästehafen – ist er aber nicht. Mit 320 Kronen nur sehr teuer – ob der kostenlose Pool das dann auffängt? Endlich bekommen wir einen Bojenhaken damit die Bojen-Anleger besser klappen.

Mittwoch 13.07.2011 Västervik Trässö
Das Ziel ist wieder eine Ankerbucht und mit 20 Seemeilen auch mal eine kurze Etappe. Um 14:30 fällt der Anker und hält sofort. Dann per TELIA UMTS Prepaid Internet die Wettervorhersage: NE7-8. Na ja, laut Buch soll die Bucht guten Schutz bieten. Über Nacht kommt denn auch der Wind…

Donnerstag 14.07.2011 Trässö Trässö
…kein Gedanke an Weiterfahrt. Sehr ungemütlich und wir wissen nicht, wie der Wind (Welle) sich in den Schären auswirkt. Tagsüber vorholen wir noch 2 mal weil wir befürchten das der Anker im Schlick slippt. Am Abend dann noch mehr Wind und die Entscheidung einen zweiten Anker auszubringen. Das war zumindest gut für die Nerven. Bis 02:00 Uhr dann auch noch Ankerwache – dann ist der Sturm überstanden!

Freitag 15.07.2011 Trässö Oxelösund
Mit NW4-5, am Nachmittag NW6 immer noch ordentlich Wind. Wir starten sehr früh um 07:00 Uhr, sammeln die Anker ein und auf gehts. Anfangs läuft es sehr gut, aber die offene See und der viele, lang anhaltende Wind bei der Ansteuerung von Oxelösund liefert eine mächtige Welle. Die wird zur kleinen Katastrophe – jedenfalls sind wir nicht da lang gefahren, wo wir wollten. Der Ärger darüber ist kaum verdaut, geht auch noch der Anleger richtig schief. Um 17:30 Uhr dann fest…und fertig. Es war mit Sichtheit sehr unklug nach der Sturmnacht vor Anker einen langen Schlag von 49 Seemeilen einzulegen.
Die Stadt selbst ist eine reine Industriestadt und man liegt recht unruhig. Aber na denn…

Samstag 16.7.2011 Oxelösund Södertälje
Los um 09:30 Uhr. Der Wind ist auf WNW3-4 runter und man kann unter Vollzeug durch die Schären bretten. Am späten Nachmittag ein kleines Rennen mit einer anderen HANSE 342, aber wir müssen passen und reffen. Södertälje selbst wird dann fast schon kanalartig unter Motor angesteuert. Anleger gegen 18:30 Uhr nach 46 Seemeilen wieder nicht gut. Irgendwie ist der Wurm drin.

Sonntag 17.07.2011 Södertälje Stockholm
Schneller Aufbruch um 09:30 Uhr da viele andere Boote vor der Schleuse warten und wir mit kommen wollen. Die Schleuse hebt mal gerade um 50 cm…dann weiter zur ersten Klappbrücke Mälabron. Die hat geschlossen 15 Meter, wir haben 16 Meter. Also warten und nach 15 Minuten gehts weiter. Wir laufen mit der Genua Ostwärts im Fahrwasser nach Stockholm und passieren die geöffnete Klappbrücke Lilijeholmshammen, die Schleuse Hammarby und schließlich die letzte Klappbrücke Danviksbörn. Dann raus auf das Stockholmfahrwasser – und rein in den sehr unruhigen Vasahammen direkt am Vasa Museum. Wir erreichen Stockholm um 15:00 Uhr nach 26 Seemeilen und bekommen zwar einen Boxenplatz, aber eher draußen wo der Schwell der vorbei fahrenden Fähren und Motorboote den Dampfer heftig durchschüttelt. In der Summe sind wir seit Laboe nun 16 Tage unterwegs und haben 527 Seemeilen zurück gelegt.

Montag 18.07.2011 Stockholm Stockholm
Hafentag und Füße platt laufen – schlau wie wir sind machen wir mit einem Ausflugsdampfer eine Brückentour.

Dienstag 19.07.2011 Stockholm Skansholmen
Um 09:00 Uhr Start zum Rückmarsch, wieder durch die Södertälje. Auf den Mälaren eher Motor denn Segel, später können wir gut gegen einen SW4 ankreuzen. Alle Klappbrücken und Schleusen wie gewohnt – offenbar mit Glück. Wir treffen ein anderes Seglerpaar die seit 2 Stunden vor der Mälabron Brücke warteten…und entsprechend sauer waren. Wir erreichen Skansholmen (Südlich von Södertälje) 40 Seemeilen später um 18:30 Uhr und sind froh über diesen schmucken, kleinen Hafen inmitten der Natur. Und über den sehr leckeren Imbiss auf dem Berg.

Mittwoch 20.07.2011 Skansholmen Marsholmen
Zum Abschluss wollen wir noch mal ankern – in einer super geschützten Bucht in der Nähe von Nyköping namens Marsholmen. Also los um 10:15 Uhr und astreines gegenan kreuzen bei S5 in der nun schon breiten Södertälje. Dadurch, das wir das Fahrwasser verlassen, müssen wir genau auf die vorhandenen Untiefen aufpassen…aber alles ist gut. Wir erreichen die Bucht wie geplant gegen 17:30 Uhr nach 28 Seemeilen und liegen auf 4 Meter Wasser mit 20 Meter Leine vor Anker. Zusammen mit ca. 20 anderen Booten – die Bucht scheint doch recht beliebt. Aber es ist so weitläufig das man sich fast alleine fühlt.

Donnerstag 21.07.20111 Marsholmen Nyköping
Letzte, kürzeste Etappe vollständig im Regen. Los um 09:30 und im Schären-Fahrwasser nach Nyköping. Mit dem Nordwind um 4 können wir fast durchgängig segeln…nur für einige Passagen brauchen wir den Motor. Nach 15 Seemeilen sind wir um 13:30 Uhr da, bunkern noch mal 40 Liter Diesel und legen uns in den Gästehafen.

Freitag 22.07.2011 Nyköping Nyköping
Großes Aufräumen, Ausmisten und Saubermachen angesagt: Klarschiff für die Ablösecrew die am Abend eintreffen soll. Wir reisen am Samstag mit RYNAIR via Skavsta und Lübeck zurück.

Fazit:
Insgesamt 606 Seemeilen in 20 See- und 18 Segeltagen. Obwohl wir gefühlt fast nur gesegelt sind hat der Motor 39 Betriebsstunden mehr auf der Uhr. Das Wetter war insofern gut als das es jeden Tag eigentlich anders war, die Windrichtung nicht tagelang konstant fest lag und es vor allem meistens auch hübsch dosiert blies.
Als Literatur können wir folgende (in Summe sehr teure!) Unterlagen empfehlen:
a) Die vier schwedischen Sportbootkartensätze Sjöfartsverket Bätsportkort Hanöbukten, Kalmarsund, Ostkusten und Mälaren. Im Mälaren Kartensatz ist auch die Södertäjle vollständig enthalten – auch wenn man das so nicht direkt erkennt.
b) Das Ganze dann noch als elektronische Seekarten auf CD für das Notebook. Das war insbesondere für das Anlaufen von sehr engen Stellen hilfreich – aber nicht wirklich zwingend notwendig.
c) Unbeding empfehlenswert sind die englisch sprachigen Bücher Landsort-Skanör (Gelbes Buch) und Arholma-Landsort (Rotes Buch) vom Nautiska Förlaget. Die kann man als universelle Reiseführer mit Landgangtips und Luftbildern der Gästehäfen nutzen und haben vor allem sehr genaue Detailkarten aller Naturhäfen (=Ankerplätze). Ferner finden wir das deutsche Buch Schweden 2 Südküste, Ostküste, Öland und Gotland von Gerti und Harm Claußen sehr gut. (Delius Klasing Verlag).

13.05.2011 Überführung Hamburg nach Kiel/Laboe

24. Mai 2011

Am Freitag, den 13. Mai gings los. Der Freitag der 13. gilt im Volksglauben als ein Tag, an dem besonders viele Unglücke passieren. Morgens im Radio haben wir noch gehört, dass das alles Unsinn ist. Also auf ins Getümmel. Wir wollten nach Hamburg Stellingen zum P+R Parkplatz, um uns dort mit Peter zu treffen. Menschlich war das sehr stark, in der Durchführung wurde es schwieriger. Das Parkhaus war nur 1,80 m hoch, der Bus 2,00 m. Schade. Also ab in die Siedlung in die Boberstraße, direkt am Spielplatz. Warten auf Peter, der war nämlich ganz woanders. Dann umpacken und in Peters Wagen quetschen. Eric muss sich vorgekommen sein, wie eine Sardine in der Büchse.

An der Novomind angekommen, haben wir die Kojen bezogen und sind erst mal Essen gegangen. Das Wetter wurde vor Ort und auch in der Prognose immer besser, sodass wir mit einer ruhigen Fahrt rechnen durften. Wieder an Bord, haben wir den Laptop mit Vistanauten, GPS-Maus und aktueller Kartensoftware aufgebaut und um Mitternacht fingen wir an das Schiff zum Ablegen vorzubereiten.

0:40 Uhr Ablegen. Jochen am Steuer, Knut am Laptop Navigation, Nina und Nicole Ausguck. Eric im Bett. Scheinwerfer und Fernglas im Anschlag. Laune gut. Vorbei an der Skyline Hamburgs, vorbei an St. Pauli, Fischhalle, an der Elbchaussee entlang, Blankenese, stadtauswärts Richtung Brunsbüttel. Hochwasser war gegen 1:00 Uhr MESZ, d. h. mit ablaufendem Wasser und steigender Geschwindigkeit über Grund Richtung Schleuse. Der Mond schien dabei durch die Wolken mit 86%, wissenschaftlich mittels Android Mobiltelefonen ermittelt. Die Tonnen wurden von Knut hochgegeben und zielsicher vom Ausguck erfasst und vom Steuermann sicher erreicht. Ungewollte Bekanntschaften mit unbeleuchteten Tonnen wurden dadurch sicher  vermieden. Ein perfektes Team fährt bis zur Schleuse mit zwischenzeitlich knapp 10 kn über Grund.

07:00 Uhr Schleuse Brunsbüttel. Wie Mario Barth schon sagt: Um in den Kanal zu kommen, fährt man hin, schleust man ein, fährt man raus, ist man da. Anschließend haben wir im Nothafen im Päckchen festgemacht und erst einmal gefrühstückt mit aufgebackenen Brötchen und frischem Kaffee. Dank sei dem Backofen an Bord. Wenn wir jetzt noch ein Backblech benutzt hätten, wären die Brötchen auch nicht partiell angesenkt gewesen. Gestärkt ging es dann um 08:30 Uhr weiter durch den Kanal. Skipper Knut geht erst mal eine Runde schlafen, die anderen machen das schon. Die passierenden Containerschiffe sehen zum Teil aus, als wenn sie zwischenzeitlich schon 35 Sportboote zermalmt haben. Kein schöner Anblick, vielleicht sollte man denen mal einen Eimer Farbe schenken ;-)

14:30 Uhr holen wir die zwischenzeitlich gesetzte Fock ein und tanken in Rendsburg. Mit coolem Ablegemannöver geht es sofort weiter, um 18.30 zu schleusen und in der Ostsee anzukommen. Bei herrlichem Wetter und 3-4 Windstärken segeln wir unter Vollzeug Richtung Laboe und machen anschließend auf einem Gastliegerplatz fest. Der Tag war lang. Es wird gekocht und dann geschlafen. Alle. Müde und zufrieden. Der Wind nimmt zu und pfeift mit 5-6 Bft entlang des Riggs.

14.05.2011 Spasstörn Richtung Kiel

So ein wenig wollten wir denn auch noch segeln. So legten wir das 1. Reff ein und segelten Richtung Kiel. Es waren NW 4-5 mit reichlich Bewölkung. Wir rechneten mit Regen. Und der kam dann auch, dreimal, mit starken Böen und starkem Regen, im Wechsel mit Schwachwind und aufgerissenem Himmel, wo das Blau durchscheint. Auf dem Rückweg dann auch noch einmal ein Hagelschauer. Aber es gibt ja kein schlechtes Wetter, höchstens unzweckmäßige Kleidung. Alles blieb dicht und wir legten mit gewaschener Novomind und sauberen Segeln in Laboe an.

Herzlichen Dank an die Crew: Nina, Nicole, Eric, Jochen.

Viel Spass mit der Novomind bei den weiteren Törns.

Lieben Gruß,

Euer Knut

 

 

 

06-08/05/2011: Hafengeburtstag 2011

9. Mai 2011

Anfang Mai war es wieder so weit! Aber diesmal war das Wetter viel, viel besser als im letzten Jahr. An allen vier Tagen konnten wir zahlreiche Gäste an Bord begrüßen: Geschäfsfreunde und Partner von unserem Sponsor (novomind AG), Kollegen und Familien.

Das diesjährige Highlight war sicherlich die Queen Mary 2 aus nächster Nähe zu erleben – auch wenn der Dampfer für einen strak überzogenen Zeitplan im Rahmen der Auslaufparade sorgte. Aber na ja…sie ist ja schließlich was königliches.

Hier ein paar Bilder:

22/04-01/05/2011: Ostertörn

2. Mai 2011

Karfreitag starten wir (Heidi und Peter) zu einem Ostertörn in der westlichen Ostsee. Ein festes Ziel haben wir nicht – eigentlich wollen wir gar nicht viel segeln sondern eher mal bummeln.

Also auf von Laboe rüber nach Marstal. Unglaublich leer um diese Jahreszeit. Wenn man den Hafen im Sommer erlebt ist das der volle Kontrast zum Frühjahr oder Herbst. Dann noch nach Aerosköping und Drejö, aber alles hübsch langsam und viele Zeit im Hafen. Die “novomind” soll  ja wieder beim Hafengeburtstag in Hamburg fahren – also bringen wir das Boot über den Nord-Ostsee-Kanal mit Zwischenstop in Rendsburg in den City Sportboothafen nach Hamburg.

In Summe hatten wir allerbestes Segelwetter: Blauer Himmel, optimaler Wind. Den ganzen Törn – kann man fast nicht glauben. Na ja, es war halt noch ein wenig kühl ;-)

Peter.

April 2011: Die Indel ISOTEMP Boiler Story

20. April 2011

Die Boiler-Story

Der Winter 2010/2011 muss wohl härter als die vorherigen gewesen sein. Oder das Material an Bord der novomind ist einfach nur älter geworden. Hier ist also die ultimative Boiler-Story der HANSE 342:

Die HANSE Werft in Greifswald verbaute für unsere HANSE einen Boiler vom Type INDEL in der emallierten Eisenblech Ausführung. So einen Boiler bekommt man gar nicht erst im Handel – das müssen spezielle Teile für die Erstausrüstung von Serienwerften sein. Der Boiler sitzt ganz achtern hinter der Pinne an einer Stelle an der man sich nicht wünscht, eine Reparatur ausführen zu müssen. Doch was war eigentlich geschehen?

Im Winterlage 2010 haben wir wie immer alle Wasserleitungen entleert und auch am Boiler die Entleerung geöffnet. Nachdem im April 2011 das Boot wieder ins Wasser kam schien soweit auch alles zu funktionieren. Einige Tage später, auf unserem ersten Törn in diesem Jahr, kommen wir jedoch eines Abends von der Pizzeria zurück und hören die Druckpumpe röhren!

Offenbar also ein Leck – ausgerechnet hinten im Boiler! Das heiße Wasser dampft aus allen Ritzen und sprudelt über die Elektrik. Also flux den Strom aus und Ursachenforschung. Der Boiler hat definiv im Gehäuse undichte Stellen – offenbar durchgerostet!  So ein Warmwasserboiler an Bord ist ja eine nette Sache, aber dann doch auch überfüssig. Da ja die Motorkühlung des inneren Kreislaufes ebenfalls als Wärmequelle genutzt wird ist es durchas fraglich, so eine billige sch…. an Bord zu verbauen!

Nun denn. Mit vereintem Vereinswillen haben wir das alte Teil demontiert und einen neuen Boiler aus Edelstahl von INDEL Webasto für knapp 400 Euro (!) montiert. INDEL scheint also mittlerweile von WEBASTO übernommen worden zu sein – hoffentlich hat das Auswirkungen auf die Qualität. Selbst wenn der alte Boiler nicht kaputt gegangen wäre, die Halterungen waren unter der Emaile so zerbröstelt das der Boiler demnächst einfach aus der Halterung gefallen wäre.

Bei der Demontage war unklar, ob wir das alte Teil durch die Backskiste bekommen – es klappte auf Anhieb mit Millimeterarbeit. Mit der Dichtigkeit der ganzen Anschlüsse hatten wir Hobby-Santitäter Anfangs Probleme. Dichtungsringe vs. Gewindedichtung vs. Sonstwas – am Ende half eine Tube mit Raumfahrerdichtung.

Am Ende fragt man sich schon warum bei einem solch überflüssigen Bauteil am hintersten Ende des Boots so minderwertiges Material verbaut werden musste. Wenn man das HANSEFORUM richtig liest stellt man fest das die Werft das wohl geändert hat. Gut so!

Hier die Bilder dazu:

 

 

 

 

Cross in Burg – mein letzter Lauf

6. März 2011

                                siegerehrung-3.jpg                Cross in Burg, mein letzter Lauf 

Nach 40 Jahren Leistungssport war der Lauf in Burg mein letzter Lauf.

Über die 7,5 km – Distanz musste ich, Ralf Elsaßer, noch einmal meine ganze Erfahrung einbringen, um als Sieger in der Ak m50 den Lauf zu beenden. So rettete ich ganze 4 Sekunden ins Ziel. Ich benötigte dafür 37,41 Minuten. Martin Blöcher wurde mit der Zeit von 34,38 Minuten Erster und konnte somit den 1. Platz der Ak m40/45 belegen. Erfreulich das Abschneiden von Maximillian Rehker. Er benötigte für die Strecke 34,26 Minuten und wurde bei den Jugendlichen  Zweiter.

1972 wurde ich in der damaligen DDR bei der Kreisspartakiade in Wismar gesichtet. Von dort an hatte ich viele schöne Wettkämpfe im In- und Ausland. Ich lief Strecken von 400 m aufwärts bis zum Rennsteiglauf über 78 km. Seit 1976 hatte ich als Übungsleiter verschiedene Gruppen im Laufbereich betreut.

Sportliche Grüße Ralf

anstieg-max-und-martin.jpg     ralf-anstieg-3.jpg     max-und-medaille.jpg    martin-und-ralf-mit-pokal.jpg    martin-und-poakl-4.jpg   siegerehrung-maxi.jpg   

      

06/11/2010: Winterlager 2010

7. November 2010

Am Samstag trafen sich Willi, Klaus, Stefan, Alexander, Lutz, Peter und als “freiwilliger Helfer” Hendrik um die “novomind” ins diesjährige Winterlager zu bringen. Wie gewohnt der Kurztrip von Laboe nach Wendtorf. Die Baltic Bay in Laboe war um 9:00 Uhr schon recht verwaist – der Hafenmeister ist schon in der Winterpause. In diesem Zusammenhang: Die in einem Leserbrief der YACHT geäußterte Kritik am Hafenmeister können wir nicht nachvollziehen! Wir finden beide klasse!

Aber was für ein geniales Segelwetter! Die Kaltfront war gerade durch, sonnig, super-klare Luft, NW4-5 und mit 8°C auch noch halbwegs erträglich. Die Überführungscrew (Lutz, Hendrik und Peter) spielte mit dem Gedanken kurz mal nach Bagenkopp zu laufen. Mit Max-Speed 7 kn wären wir am frühen Nachmittag da…aber die Landcrew wäre wohl sauer. Also ab nach Wendtorf.

Mit 7 Erwachsenen konnten wir die “novomind” in Rekordzeit ausräumen und abtakeln. Während wir am frühen Morgen ja noch dachten, das wir alles im Regen machen müssten konnten wir unser Sonnenglück kaum fassen! Aber dann zum Mastkran…

…der Wind steht genau von See auf die Pier. Mit einer neu angeschafften Seilschlinge und einer Leiter ist der Mast fix angepickt, die Wanten abgeschlagen und los geht der Ärger: Durch den Wind und wohl auch, weil der Kran nicht genau über dem Holepunkt stand und weil wir den Mast zu schnell in die Waagerechte bringen wollen vertüddeln sich Achterstag und Wanten im Kranausleger. Schon beginnt die Diskussion der sieben wie man das Problem lösen könne. Dem Drama eine Ende macht ein unbekannter Experte an Land: Klare Anweisung (Kranausleger weiter raus, fieren, heben) lösen das Getüddel. Und schon liegt der Mast sicher auf der “novomind” – Uff!

Nun noch Fix das Boot aus dem Wasser (bei dem Wind auch schiewiger als gedacht), Fostschutz für Motor und WC  und letzte Restarbeiten und sensationeller Abflug um 15:00 Uhr.

Das war also die Segel-Saison 2010 – schade, das es schon wieder vorbei ist!